Prophylaktische Behandlung

Die prophylaktische oder vorbeugende Behandlung hilft, die Frequenz und die Stärke der Attacken zu reduzieren.

Verapamil

Verapamil ist in erster Linie ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina Pectoris und verschiedenen Arten von Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Es ist jedoch zur Zeit auch das effektivste Mittel zur vorbeugenden Behandlung von Clusterkopfschmerzen (Isoptin® (Kanada, Schweiz), Isoptine® (Belgien, Frankreich), Lodixal® (Belgien), Verapam®-retard (Schweiz), VERAPAMIL BIOGARAN LP® (Frankreich), usw.)
Es handelt sich um einen Arzneistoff aus der Gruppe der Calciumantagonisten oder Calciumkanalblocker, der gefäßerweiternd und im AV-Knoten des Herzens leitungsverzögernd wirkt (Quelle: Wikipedia).
Größte Nebenwirkung ist eine Verlangsamung des Herzrhythmus, aber auch - paradoxerweise - Kopfschmerzen, Schwindel, usw.
Je nach Person können diese Nebenwirkungen nicht, selten oder stark auftreten.

Ergotaminderivate

Methysergid (Deseril ®) ist äußerst nützlich bei der Behandlung von episodischen Clusterkopfschmerzpatienten, denen Verapamil kaum oder gar nicht hilft. Es ist weniger geeignet für Chroniker aufgrund der unerwünschten Nebenwirkungen, die bei langfristiger Einnahme auftreten können. Nach einer Behandlungsdauer von 6 Monaten sollte eine Pause von einem Monat eingelegt werden. Diese Einnahmepause stellt bei der episodischen Form kein Problem dar, da die Episoden meist weniger als 6 Monate andauern. Andere harmlosere Nebenwirkungen sind Kribbeln an Händen und Füßen und eventuell Schmerzen in den Beinen.
Anmerkung 2014: Dieses Arzneimittel wurde vom Markt genommen!

Ergotamintartrat (Cafergot ®) kann hilfreich sein, wenn die Attacken hauptsächlich nachts auftreten. In diesem Fall ist das Erreichen der höchsten Wirksamkeit nach 2 bis 3 Stunden interessant. Es sollte daher kurz vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Ergotamintartrat wirkt jedoch bei weniger Patienten als die anderen Behandlungen. Bei langfristiger Behandlung können schwere Nebenwirkungen aufreten, u.a. eine Schädigung der Herzklappen oder Kreislaufprobleme.

Mit folgenden Medikamenten und zusätzlichem starkem Tabakkonsum können Wechselwirkungen auftreten (hauptsächlich Verkrampfungen der Blutgefäße):

  • Antibiotika: Troleandomycin, Erythromycin, Clarithromycin
  • Antivirale Medikamente: Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin
  • Antimykotika: Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol
  • Betablocker: Propranolol
  • Antimigränemittel: Präparate, die Mutterkornalkaloide und Sumatriptan enthalten.

Ergotaminderivate sind gegenangezeigt während Schwangerschaft und Stillzeit, bei früheren koronaren Herzerkrankungen, internen Infektionen, Blutkreislaufstörungen, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sowie bei sehr hohem Blutdruck.

Topiramat

Eigentlich ein Antiepileptikum, kommt jedoch auch zur vorbeugenden Behandlung bei Clusterkopfschmerzen zum Einsatz. In Frankreich unter der Bezeichnung Epitomax ® und in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Belgien unter der Bezeichnung Topamax ® erhältlich.
Hauptnebenwirkung ist eine starke Gewichtsabnahme. Oft werden auch Stimmungsschwankungen (Aggressivität) und Gedächtnisstörungen festgestellt.

Natriumvalproat (Achtung! 1)

Ursprünglich als Antikonvulsivum und Beruhigungsmittel zur Behandlung von Epilepsie und bipolaren Störungen eingesetzt, dient es ebenfalls zur prophylaktischen Behandlung bei Clusterkopfschmerzen. Unter folgenden Bezeichnungen erhältlich:

  • Convulex (Belgien, Schweiz)
  • Depakene (Kanada, USA)
  • Depakine (Belgien, Frankreich, Schweiz)
  • Dépakote (Frankreich)

Kortikoide

Spektakuläre Wirksamkeit, jedoch sind hohe Dosen erforderlich.
Nebenwirkungen: Gewichtszunahme, Risiko an Diabetes zu erkranken, Geschwüre, ...

Lithium

Lithiumcarbonat oder -gluconat ist hochwirksam, jedoch leider nur bei 50% der Patienten.

GON-Blockade (Blockade des großen Okzipitalnervs)

2005 wurde ihre vorbeugende Wirkung sowohl für die episodische als auch für die chronische Verlaufsform von Clusterkopfschmerzen in einer Doppelblindstudie mit Placebo bestätigt.
source: http://www.slotervaartziekenhuis.nl/
Source librement traduite : www.slotervaartziekenhuis.nl

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